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Der Westslawische Name Niemcy für Deutsche und Deutschland im Schrifttum des Frühmittelalters - ebook/pdf
Der Westslawische Name Niemcy für Deutsche und Deutschland im Schrifttum des Frühmittelalters - ebook/pdf
Autor: Liczba stron: 172
Wydawca: Wydawnictwo Uniwersytetu Śląskiego Język publikacji: polski
ISBN: 978-83-226-3622-0 Data wydania:
Lektor:
Kategoria: ebooki >> historia, militaria, wojskowość >> historia powszechna
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Jest rzeczą zastanawiającą, że wschodni sąsiedzi Niemiec (Polacy, Czesi) kraj ten nazwali nietypowo: nazwą, która nie odwołuje się do jakiegokolwiek terminu geograficznego, etnicznego lub osobowego. Nazwali ich Niemcami, co jakoby ma oddawać fakt, iż mieszkańcy tego kraju mówili językiem niezrozumiałym, byli „niemi”. Jak zatem wytłumaczyć fakt, że równie niezrozumiałych Węgrów, czy też Pieczyngów nie nazwano niemymi, Niemcami? Przyjrzyjmy się więc, jak rzecz przedstawiała się w istocie.

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IdzI PanIc Uniwersytet Śląski • Katowice 2018 Redaktor serii: Historia Sylwester Fertacz Publikacja wydana na prawie maszynopisu gwarantowanego nach einer fachlichen Prüfung des Manuskripts veröffentlicht Das Buch wurde Inhaltsverzeichnis Einführung Kapitel 1 Die Namen der nichtgermanischen Nachbarn Polens und Böhmens in den ältesten polnischen und böhmischen narrativen Quellen Die Namen der nichtslawischen Völker in den frühmittelalterlichen polnischen Quellen Die Namen einiger ausgewählter slawischer Nachbarn Polens: der Pommern und der Böhmen Die Namen der nichtgermanischen Nachbarn von Böhmen Die Namen der nichtslawischen Völker Die slawischen Stämme und Staaten Fazit Kapitel 2 Die Namen Lengyelország und Csehország Der Name Böhmens (Tschechiens) Fazit • 5 • 7 21 23 35 39 40 43 44 47 60 61 Kapitel 3 Der Name Deutschlands und der an die slawischen Stämme angrenzenden germanischen Stammesbündnisse im Frühmittelalter nach den deutschen narrativen Quellen Fazit Kapitel 4 Deutschlands Name in den offiziellen Kanzleidokumenten der deutschen Herrscher Fazit Kapitel 5 Die Namen Deutschlands und der deutschen Länder in den schriftlichen Quellen der Westslawen im Frühmittelalter Slawen, die für Slawen stumm waren Der Name Deutschlands in den polnischen narrativen Quellen des Frühmittelalters Die Namen der einzelnen deutschen Länder in den polnischen Quellen aus dem Früh-sowie Hochmittelalter Der Name Niemcy in den böhmischen und mährischen Quellen Fazit Schlussfolgerungen Quellen und Literatur Personenregister West Slavic name of Niemcy in the early medieval times Zachodniosłowiańska nazwa Niemcy we wczesnym średniowieczu 65 90 95 103 107 110 111 116 119 126 129 134 146 151 161 Einführung In der Fachliteratur, besonders der sprachwissenschaftlichen, herrscht seit langem die Meinung, dass der Name Niemcy für die Deutschen und für Deutschland bei den Westslawen zu einem nicht näher bezeichne- ten Zeitpunkt des Frühmittelalters zur Benennung derjenigen germanischen Stämme aufkam, die vom Ende der großen Völkerwanderung an mit den Sla- wen benachbart waren. Wie man seitdem allgemein annimmt, wurde jener Name von den Westslawen für die Kennzeichnung der germanischen Nach- barn deshalb in dieser Form gebildet, weil sie eine Sprache benutzten, die die Slawen nicht verstanden, die für sie undeutlich war und verworren klang, die also, wie unsere südlichen Nachbarn, die Tschechen, sagen - byli to lidi pro Slovany jakoby nĕmi, das heißt für die Slawen stumm [sprachlos]1, auf Polnisch deshalb niemy war. In einem solchen Fall musste auch das Land, bewohnt von diesen unverständlich sprechenden Menschen, also von den Stummen/ Sprachlosen, Niemcy genannt werden. Somit handelte es sich dabei um zemĕ Nĕmců2, das heißt um das Land der Stummen/Sprachlosen. 1 2 I. Lutterer, L. Kropaček, V. Huňáček, Původ zemĕpisných jmen, Praha 1978, S. 191. Ibidem. • 7 • Wenn man berücksichtigt, dass mit der germanischen Bevölkerung, also jenen Stummen / Sprachlosen, zuerst die Westslawen, nämlich die Urahnen der späteren Tschechen und Polen, sowie die Elbslawen und die Südwestsla- wen3 in Berührung kamen, ist es verständlich, dass in jenem geographischen sowie dem Stammeskreis der Name der germanischen Bevölkerung, der Nachbarn der Slawen, als Niemcy – die Stummen/Sprachlosen entstanden war. Er bezeichnete sowohl die Vertreter der germanischen Bevölkerung als auch ihr gesamtes Land. Dieser Name wurde in den folgenden Jahrhunderten von den meisten slawischen Nationen und Stämmen übernommen. Es besteht kein Zweifel, dass in dieser slawisch-germanischen Nachbar- schaft die Sprache der germanischen Nachbarn für die Slawen unverständ- lich, das heißt „stumm“ war. Genauso war es umgekehrt: die Sprache der Slawen war für die germanischen Nachbarn fremd. Dies bedeutet, dass die Slawen wegen der Unkenntnis deren Sprache tatsächlich eigene, slawische Sprachformen, das heißt Namen bildeten. Der oben genannte Standpunkt, der den Namen Niemcy von der Unfähigkeit, die Sprache der germanischen Nachbarn zu verstehen, ableitet, scheint daher sehr glaubhaft zu sein. Nach der obigen Auslegung hätte somit der Name die Sprachlosen als eine Benennung sowohl des Landes als auch seiner Einwohner eine pejorative und zusätzlich eine abfällige Färbung. Anders gesagt, die Slawen hätten von An- fang an seine germanischen Nachbarn auf eine respektlose und abwertende Weise bezeichnet. Eine solche Interpretation schien auch deshalb begründet, weil in Po- len bereits im 15. Jahrhundert das Sprichwort erschien: Da sitzen, wie in der deutschen Predigt4. Dieses Sprichwort bezieht sich auf eine konkrete Situa- tion, die mit den demographischen Änderungen in den Städten der ersten Könige aus der Dynastie der Jagiellonen in Zusammenhang steht. Sein Ur- sprung geht auf die Tatsache zurück, dass bis in das 15. Jahrhundert hinein in den polnischen Städten überwiegend Bevölkerung wohnte, die ethnisch fremd und dabei meistens deutsch war. Sobald die polnische Landbevölke- rung begann, in die Städte zu strömen und zuerst das Kleinbürgertum und später den Mittelstand verstärkte, prallten die Sprachen der beiden Grup- pen aufeinander5. Diese Änderungen führten in der Zukunft dazu, dass die 3 E. Herrmann, Slawisch–germanische Beziehungen im südostdeutschen Raum von der Spätantike bis zum Ungarnsturm, München 1965, S. 83 ff. 4 W. Kopaliński, Słownik mitów i tradycji kultury, Warszawa 1985, S. 750. 5 K. Tymieniecki, Niemcy w Polsce, Roczniki Historyczne, Kap. 12, 1936, S. 198–276. • 8 • Städte (und in einigen Regionen auch die Dörfer) ihr deutsches Antlitz, demographisch und sprachlich gesehen, verloren. Anfangs jedoch hatte die polnische Bevölkerung keine Gottesdienste und Predigten in ihrer eigenen Sprache. Sie nahm an religiösen Zeremonien teil, die auf Latein stattfanden, wobei die Lieder auf Deutsch gesungen und die Predigten ebenfalls in deut- scher Sprache abgehalten wurden. Die Sprache verstanden sie nicht, also war diese für sie stumm. Ähnlich geschah es ein wenig früher in Böhmen. Dabei beschränkten sich die Böhmen nicht auf die Bildung von Sprichwörtern, sondern erhoben sich gegen die deutschen Bürgereliten. Die Hussitenbewegung wurde auch von an- tideutschen Parolen begleitet6. Die hier besprochenen Erfahrungen der slawischen Bevölkerung Polens und Böhmens7 schienen daher, die Überzeugung zu bestätigen, dass der Name des Landes, das von den Deutschen bewohnt war, von der abfälligen Bezeich- nung ihrer Sprache als der von stummen Menschen herrührt. Diese Auffassung wurde von den slawischen Sprachwissenschaftlern be- reits im 19. Jahrhundert endgültig formuliert8. Sie kann ebenfalls in allen ety- mologischen Wörterbüchern gefunden werden, und zwar sowohl in denje- nigen, die anfangs des vergangenen Jahrhunderts9 veröffentlicht wurden als auch in den neuesten, die sowohl in Polen10 als auch in Tschechien11 erschie- nen. Bei Tschechien, damals Böhmen, handelt es sich um ein Land, dessen 6 Diese Thematik behandeln fast alle tschechischen Historiker, die sich mit der Herrschaft vor allem der letzten Luxemburger sowie mit dem Ursprung der Hussitenbewegung befassen. Dazu nennen wir die Monographie von J. Čechura, České země v letech 1378–1437, Lucemburkové na českém trůně II, Praha 2000, S. 284–300) sowie Z. Fiala, Předhusitské Čechy, Česky stát pod vládou Lucemburků (1310– 1419), Praha 1978, S. 293 ff. Vgl.a. F. M. Bartoš: Čechy v dobe husově 1378-1415, Praha 1947, passim. 7 Wenn wir von einer Bevölkerung sprechen, betonen wir die Tatsache, dass in den Gebieten beider Länder (vor allem Polens) in alten Zeiten die Vertreter vieler anderer Nationen lebten, die eigene Spracherfahrungen hatten. 8 Vgl. u.a. S. B. Linde, Słownik języka polskiego, Bd. 3, Lwów 1857, S. 329. Wenn man von einem nega- tiven Bezug zu dem Namen Niemcy unter den Sprachwissenschaftlern im 19. Jahrhundert spricht, darf man nicht über die Tatsache hinweggehen, dass auf vielen anderen Gebieten der sprachli- chen polnisch–deutschen Begegnung ihre Studien eigentlich ohne nationalistische Einflüsse waren, vgl. G. Korbut, Wyrazy niemieckie w języku polskim pod względem językowym i cywilizacyjnym, Prace Filologiczne. Bd. 4, 1893, S. 345–560. 9 Z. Karłowski, A. Kryński, W. Niedźwiedzki, Słownik języka polskiego, Bd. 3, Warszawa 1904, S. 291. 10 J. Miodek: Słownik Ojczyzna–polszczyzna, Wrocław 2002, S. 455. 11 J. Holub, S. Lyer: Stručný etymologický slovnik jazyka českeho, Praha 1978, S. 333. Vgl. a. E. Beneš: Otáz- ky konfrontace češtiny s nĕmčinou, [in:] ČMF Bd. 49, 1967, H. 2, S. 95 ff. 12 H. Bulin, Aux origines des formations étatiques des Slaves du moyen Danube aux IXe siècle, [in:] L‘Europe aux IX.–XI. siècles. Varsovie 1968, S. 149 ff. • 9 • Einwohner, ähnlich wie die Elb- und die pannonischen Slawen12, noch früher den Deutschen begegnet sind als die Einwohner des frühmittelalterlichen Polens. In einer solchen Bedeutung wurde die oben genannte Interpretation des Namens Niemcy von den Historikern akzeptiert. Dies beweist auch die Erläuterung in dem Wörterbuch für slawische Altertümlichkeiten (Słownik Starożytności Słowiańskich)13, das zweifellos die beste Arbeit dieser Art in Eu- ropa darstellt. Hier müssen wir daran erinnern, dass wir einer analogen Inter- pretation des Namens Niemcy und Niemiec (d.h. der Bürger des Landes) in den meisten anderen slawischen Ländern begegnen14. Die oben aufgestellte These scheint keine Einwände hervorzurufen, beson- ders wenn keinerlei Zweifel darüber bestehen, dass in alten Zeiten die Men- schen, die jegliche Behinderung hatten, meistens geringschätzig, oder sogar mit Ironie oder Verachtung in der ganzen Welt behandelt wurden. Als Beispiel kann hier die Bezeichnung „Krüppelbein“ für gehbehinderte Menschen dienen. Die Aufnahme der pejorativen Bedeutung des Namens Niemcy in Polnisch und Tschechisch (und danach in den anderen slawischen Sprachen) war umso einfacher, weil gerade im 19. Jahrhundert unter den meisten Historikern pan- slawistische Ideen oder zumindest eine deutliche Abneigung gegen die Deut- schen insgesamt herrschten15. Dies geschah vor allem in der Zeit, die als der Drang nach Osten genannt wurde und die die vorgebliche deutsche Expan- sion bedeutete. Bei den Politikern und Historikern rief er scharfe Reaktionen hervor, wodurch die gelegentlich negative Haltung der Polen und der Tsche- chen den Deutschen gegenüber erzeugt oder verstärkt wurde16. Alles das hatte ebenfalls Einfluss darauf, dass der Name sowohl des Landes als auch seiner Bewohner, der Deutschen, pejorative Assoziationen hervorrief. Diese Sachla- ge vertiefte sich noch durch die von Bismarck geführte preußische Ostpolitik 13 F. Sławski, Niemiec, [in:] Słownik Starożytności Słowiańskich, Bd. 3, hrg. von W. Kowalenko, G. Labuda, T. Lehr–Spławiński, Z. Stieber. Wrocław–Warszawa–Kraków 1967, S. 388–389. 14 I. I. Mikkola, Objasnenia nektorych slawianskich słow. Russkij filologiczeskij Wiestnik, B. 48, 1902, S. 270. Zu einer Ausnahme gehört hier der Name Deutschland (Гермáния) in der russischen Sprache. Es weist jedoch viel darauf, dass der Name aus späteren Zeiten stammt, sodass wir ihn hier nicht analysieren. Zum Thema der deutsch–russischen Spracherfahrungen in der Neuzeit vgl. A. Bolek, Horyzonty religijne hanzeatyckich kupców w świetle leksyki rosyjsko-niemieckich rozmówek XVI–XVII wie- ku, [in:] Dzieje Słowian w świetle leksyki. Pamięci profesora Franciszka Sławskiego, hrg. von J. Rusek, W. Boryś, L. Bednarczuk, 2002, S. 505 ff. 15 Z. Klarnerówna, Słowianofilstwo w literaturze polskiej lat 1800 – 1848, Warszawa 1926, passim. 16 G. Labuda, Historiograficzna analiza tzw. niemieckiego „naporu na wchód“, [in:] Wschodnia ekspansja Nie- miec w Europie Środkowej. Zbiór studiów nad tzw. niemieckim „Drang nach Osten”, hrg. von G. Labuda, Poznań 1963, S. 32–33. • 10 • und dann in der Zeit nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1870/187117. Die Reaktion der polnischen Politiker war ähnlich der, die seit einigen Jahrzehnten in einem Teil der deutschen, besonders der preußischen, Gesellschaft herrschte18. Dadurch verschwand aus dem Blickfeld der Polen die propolnische Haltung zahlreicher Kreise der deutschen Gesellschaft in jenem 19. Jahrhundert, besonders diejenige nach dem Novemberaufstand und in der Zeit des Völkerfrühlings19. Die Meinung zu dem Ursprung des Namens Niemcy in der polnischen Spra- che wurde einerseits durch die aktuellen politischen Gründe erklärt, anderer- seits trug dazu die Kenntnis der polnisch–deutschen Beziehungen in der Zeit der ersten Piasten auf dem polnischen Thron bei. Die Aufmerksamkeit der Forscher war dabei vor allem auf die unterschiedlichen Formen der Rivalität (darunter auch der Kriege) zwischen Polen und dem Kaiserreich gerichtet. Dies wurde also in der polnischen Historiographie am häufigsten im 19. aber auch im 20. Jahrhundert behandelt20. Im 19. Jahrhundert überging man daher verschiedene Fälle von einer polnisch–deutschen Zusammenarbeit, wie zum Beispiel der, die sich gegen die Elbslawen richtete. Alles das legitimierte so- zusagen die Überzeugung über die negative Herkunft des Namens Niemcy in den westslawischen Sprachen. Während wir vor mehr als zehn Jahren Forschungen zur Besiedelung in dem Oppelner Herzogtum im Frühmittelalter durchführten, stellten wir fest, dass die onomatologischen Prozesse keine zufällige Erscheinung waren21. Die- se Feststellung betrifft sowohl die Bildung der Ortsnamen durch die Bewoh- ner als auch deren Benennung durch die Nachbarn. Dabei sahen wir unter an- derem, dass der Prozess der Namensgebung bereits in dem Moment begann, als der Ort gegründet wurde22. 17 J. Chlebowczyk, Rola stosunków polsko–niemieckich w dziejach niemieckiego „Drang nach Osten” w latach 1795–1918, ibidem, passim, insbesondere S. 128, 136, 139–140. Vgl. a. J. Feldman, Dzieje polskiej myśli politycznej 1864–1914, Warszawa 1933, passim. J. Chlebowczyk, Stosunki polsko–niemieckie..., S. 125–120. 18 B. Wiegand, Die antideutsche Propaganda der Polen von 1890 bis 1914, Danzig 1940, passim. 19 20 Die polnisch–deutschen Beziehungen während der Herrschaftszeit der ersten Piasten wurden aus- führlich in der Fachliteratur beschrieben. Da jenes Thema über den Bereich dieser Arbeit hinaus- geht, werden wir hier die entsprechenden Forschungsergebnisse übergehen. 21 I. Panic, Historia osadnictwa w księstwie opolskim we wczesnym średniowieczu, Katowice 1992, passim. 22 Zu diesem Thema liefert uns das Liber fundationis episcopatus Wratislaviensis ein ausgezeichnetes Anschauungsmaterial. Es handelt sich dabei um eine Quelle, die in der Kanzlei der Breslauer Bi- schöfe Anfang des 19.  Jh.  s aufgezeichnet wurde. Vgl. Liber fundationis Episcopatus Vratislaviensis, hrg. von H Markgraf, J. W. Schulte [in:] Codex diplomaticus Silesiae, Bd. 14. Breslau 1889, passim, • 11 • Weiter ermittelten wir, dass die Ortsnamen, die die Bewohner eines kon- kreten Ortes benutzten, von den Bewohnern der Nachbarortschaften und dann von der weiteren Umgebung übernommen wurden. Diese Übernahme fand in dem Moment statt, in dem die Nachbarn die ersten Kontakte mit der neuen Siedlung knüpften23. Es gibt dagegen keine Hinweise darauf, dass im Mittelalter der Name einer Siedlung von den Einwohnern benachbarter Orte vergeben wurde24. Eine Ausnahme von dieser Regel scheint auf den ersten Blick dann vorgekommen zu sein, wenn Folgendes geschah: Eine Siedlung wurde innerhalb eines Ortes gebildet, dann vergrößerte sie sich so lange, bis eine neue, getrennte Siedlung entstand. In einem solchen Fall bezogen sich meistens die neuen Siedler auf den Namen des ursprünglichen Ortes. Gegen die oben genannte Beobachtung scheinen solche topographischen Namen zu sprechen wie „Zagórzany“ (Hinterbergisch), „Zagórze“ (Hinterberg), „Zabor- ze“ (Hinterwald) u.Ä. Wie die Analyse der Ortsnamen im Teschener Schlesien eindeutig zeigt, geschah dies nur dann, wenn anfangs nur eine kleine Siedlung in einem Gebiet gebildet wurde, das von den Einwohnern als zum Beispiel „hinter dem Wald“, „hinter dem Berg“ oder „hinter dem Ufer“ genannt wurde. Hinzuzufügen wäre noch, dass das Problem weiterer Vergleichsforschungen bedarf, besonders solcher, die sich auf neuzeitliche Quellen stützen25. Drittens haben wir festgestellt, dass die Nachbarn nur dann einen Orts- namen vergaben, wenn es sich um einen konkreten Siedlungspunkt handelte. In keinem Fall betraf es die ganze Ortschaft. Was aber am wichtigsten ist, der Name des Siedlungspunktes wurde nicht auf den ganzen Ort übertragen. Als Beispiel kann hier die vom Anfang des 14. Jahrhunderts bekannte Bezeich- nung „Petersmühle“ bei Sohrau dienen26. Schließlich begegneten wir keinem Fall, in dem die Gründer eines Ortes einen Namen und die Nachbarn einen anderen vergeben hatten. vgl. a. I. Panic, „Sucha utraque”, Aus den Forschungen zu Liber fundationis episcopatus Wratislaviensis, [in:] Memoriae amici et magistri. Studia historyczne poświęcone pamięci prof. Wacława Korty (1919–1999), hrg. von M. Derwich, W. Mrozowicz, R. Żerelik, Wrocław 2001, S. 265–270. 23 I. Panic, Kształtowanie się terytorium i pojęcia Górnego Śląska w średniowieczu, [in:] Początki i rozwój miast Górnego Śląska. Studia interdyscyplinarne, hrg. von Museum in Gliwice, Hrg. D. Abłamowicz, M. Furmanek, M. Michnik. Gliwice 2004, S. 17–34. 24 H. Borek, Nazwy miejscowe jako źródło historyczno–osadnicze, [in:] Badania z dziejów osadnictwa i toponi- mii, Hrg. Janczak i T. Ładogórski, Wrocław–Warszawa–Kraków–Gdańsk 1978, S. 50 ff. 25 I. Panic, Kilka nieznanych nazw terenowych dawnego Śląska Cieszyńskiego, „Pamiętnik Cieszyński”, Bd. 9, 1994, S. 45 ff. 26 Idem, Historia osadnictwa w księstwie opolskim we wczesnym średniowieczu, S. 112, 115. • 12 • Die Analyse der Namensgebung während der Forschungen zum Siedlungs- wesen im ehemaligen Oppelner Herzogtum während des Frühmittelalters lenkte unsere Aufmerksamkeit auf die Tatsache, dass negativ assoziierte Na- men nur dann gebildet wurden, wenn die Gründe dafür objektiver Natur wa- ren, das heißt sich aus ungünstigen geographischen Bedingungen für die Sied- lungsgründung und später für die ungünstigen Lebensbedingungen ergaben27. Dazu dienen zum Beispiel solche Ortsnamen wie Elend, Enge oder Sand28. Wesentlich dabei ist, dass es die Gründer der Siedlung oder ihre Einwohner29 waren, die den Ort auf diese Weise nannten, und nicht die Nachbarn. Außer- dem ist uns kein Fall bekannt, dass die Bildung eines solchen Namens einen negativen oder spöttischen Einfluss auf das Bild hatte, das sie die Nachbarn über die ersten Siedler machten. Wenn wir diese Beobachtungen auf die Benennung unseres Nachbar- staates und seiner Einwohner in den westslawischen Sprachen übertragen, könnten wir erwarten, dass dabei ähnliche Prinzipien angewendet wurden. Das heißt, dass es die Deutschen gewesen sein müssten, die sich selbst Niem- cy nannten, und dann sich der Name bei den Nachbarn als Lehnüberset- zung verbreitete. Dieser hypothetische Ausgangspunkt ist sehr wichtig, weil er mit den Beob- achtungen aus der Namensgebung bei den Siedlungen übereinstimmen würde. Danach bildeten nicht die Nachbarn den Namen (mit Ausnahme solcher Fälle wie Hinterwald), sondern die Gründer des Ortes. Hier sehen wir aber, dass die Namen Niemcy (Deutschland), Niemiec (Deutscher), niemiecki (deutsch) nicht aus der deutschen Sprache abstammen und nicht von den Slawen übersetzt wurden. Sie stimmen mit keinem Namen überein, mit dem sich die Deutschen 27 Ibidem, passim. 28 Vgl. H. Borek, Górny Śląsk w świetle nazw miejscowych, Opole 1988, S. 53, 109, 112, 29 Spöttische Namen wurden erst später, hauptsächlich in der Neuzeit und in der Gegenwart verge- ben. Man erkannte sie jedoch nicht an, wenn die Bewohner der Siedlungen sie selbst nicht akzep- tierten. Als Beispiel kann hier der Name Entenloch dienen, den die Einwohner des Ortes Jedłownik (der früher ein selbständiger Ort war, und seit 1952 einen Teil der Stadt Wodzisław Śląski bildet) für einen im Tal gelegenen Teil des Ortes benutzten. Diese Bezeichnung rief den Widerstand der Einwohner des Tals hervor und wurde schließlich aufgegeben, vgl. Visitationsberichte der Diözese Breslau. Bd. 2, hrg. von J. Jungnitz, Breslau 1904, S. 32, 33, 247, 442. Der Ruin des Namens geschah erst in der späten Neuzeit. Als Beispiel für die Akzeptanz eines spöttischen Namens kann der Name der Siedlung Nierada (Unfroh) sein. Es war ein seit dem 17. Jahrhundert bekannter Weiler in der Gemeinde Broslawitz (Zbrosławice). Dabei können wir jedoch nicht sicher sein, dass den Namen die Nachbarn bildeten und nicht die ersten Gründer des Weilers, vgl. H. Borek, Górny Śląsk w świetle nazw miejscowych, S. 112. • 13 • selbst bezeichnen. Dies bedeutet, dass ihre Herkunft entweder slawisch oder anderweitig ist. In letzter Zeit wurde der Versuch unternommen zu einer, wie es schien, längst aufgegebenen Interpretation des Namens Niemcy, Niemiec zurückzu- kehren. Danach sollte der Name Niemcy in den slawischen Sprachen von dem germanischen Stamm der Nemeter herkommen30, von denen schon Tacitus sprach31. Diese Erklärung kann als ein Versuch angesehen werden, von der dominierenden und gleichzeitig pejorativen Interpretation wegzukommen. Sowohl die Historiker als auch die Sprachwissenschaftler halten jedoch diese Hypothese für wenig wahrscheinlich32. Die erwähnten Schlussfolgerungen aus der Untersuchung zur Namensge- bung im Oppelner Herzogtum während des Frühmittelalters sowie die Zwei- fel, die aus anderen Versuchen resultierten, bewogen uns dazu, uns mit dem Thema auseinanderzusetzen, um zu erklären, wie die wahrhaftige Herkunft des Namens Niemcy (Niemiec, niemiecki) in den Sprachen der Bewohner von Polen und Böhmen im Frühmittelalter war. Um ausführlich diese Frage zu beantworten, haben wir folgendes For- schungsprogramm aufgestellt: Im ersten Kapitel versuchen wir zu erklären, wie die Polen und die Böh- men diejenigen Nachbarn bezeichneten, die keine germanische Herkunft hat- ten. Dabei versuchen wir hauptsächlich festzustellen, ob die Bewohner Polens und Böhmens Begriffe verwendeten, die die nichtgermanischen Nachbarn für sich selbst benutzten, oder ob sie eigene Namen bildeten. Bei der Gelegenheit schauten wir uns an, ob in dieser Terminologie negative Inhalte, insbesondere Spott vorkamen. Bei der Besprechung dieses Themas werden wir die Nachbarländer unter- teilen, und zwar in nichtslawische Länder, deren Sprache die frühmittelalter- lichen Polen und Böhmen nicht verstanden, und in slawische Länder, deren Sprache sie gut verstanden. Im dem darauffolgenden Kapitel werden wir überlegen, ob auch Polens und Böhmens Nachbarn ähnlich verfuhren, das heißt ob bei ihnen Begriffe vorkamen, die auch bei den Bewohnern der Länder an der Weichsel und Oder sowie an der Moldau und Oberelbe auftraten. Oder aber, ob sie selbst eigene 30 J. Miodek, Słownik ojczyzna–polszczyzna, S. 455. 31 Cornelii Taciti Annales, [in:] Cornelii Taciti Opera, edidit F. Haase, Lipsiae MDCCCLV, S. 209. 32 F. Sławski, Niemiec, S. 389. • 14 • Namen für Polen und Böhmen bildeten, so wie es angeblich die Polen und Böhmen mit dem Namen Niemcy taten. Dieses Thema erörtern wir am Beispiel der Namen für Polen und Böhmen in der ungarischen Sprache. Für die Ungarn sind nämlich die polnische und die tschechische Sprache genauso exotisch und fremdartig klingelnd wie deren eigene Sprache für die Bewohner von Polen und Tschechien. Das Ziel dieses Unterfangens liegt darin, festzustellen, ob sich gewisse Prinzipien bei der Na- mensgebung, wenn man solche findet, nur in der polnischen und tschechischen Sprache vorkamen, oder ob wir sie als universell geltend betrachten können. Da wir während der geschichtlichen Untersuchungen zum Siedlungswesen gesehen haben, dass die Bewohner der Nachbarsiedlungen die Namen ver- wendeten, die die Einwohner für sich selbst benutzten, schauen wir uns in dem dritten Kapitel an, welchen Namen die Deutschen selbst zur Bezeich- nung ihres Volkes gebrauchten. Wie alle wissen, besteht Deutschlands Ter- ritorium aus einer Reihe von Regionen, die alle aus Zeiten stammen, die der Entstehung des deutschen Staates vorausgingen. Daher werden wir zuerst die Namen analysieren, die die Stämme in diesen Regionen benutzten. Den Be- ginn bestimmt der Zeitpunkt, zu dem die Slawen den Bewohnern dieser Re- gionen begegneten. Die Analyse endet in Zeiten, als sich der polnische und der böhmische Staat entwickelten. Der zweite Teil des Kapitels ist der Na- mensanalyse desjenigen Staates gewidmet, der sich zwischen der Elbe und dem Rhein nach der Vereinigung der deutschen Stämme herausbildete. Zu diesem Zeitpunkt musste sich nämlich der endgültige Name geformt haben, mit dem die Deutschen sich selbst bezeichneten. Im letzten Kapitel stellen wir die Ergebnisse den Begriffen gegenüber, die für die Benennung des deutschen Staates sowie der Regionen, die mit Polen und Böhmen benachbart waren, die in den polnischen und böhmischen Quel- len enthalten sind. Dabei werden wir untersuchen, ob diese Ausdrücke mit denen identisch sind, die die Deutschen für sich selbst verwendeten. Diese Gegenüberstellung dürfte die tatsächliche Herkunft des Namens Niemcy er- klären: Leitete sie sich, wie Tacitus sagte, von jenem Stamm der Nemeter ab, oder von der für Slawen unverständlich klingelnden deutschen Sprache, oder aber verbergen sich dahinter noch andere Umstände? Bei den Überlegungen zu diesem Thema werden wir auch überprüfen, ob die Namen, die in den ältesten polnischen und böhmischen Schriftquel- len zum Zeitpunkt ihrer Entstehung für die Bezeichnung der benachbarten Staaten verwendet wurden, mit denjenigen übereinstimmen, die in der Ge- • 15 • genwart benutzt werden. Dieses Thema ist sehr wichtig, weil ein erheblicher Unterschied zwischen dem alten und dem zeitgenössischen Namen für un- sere westlichen Nachbarn bedeuten würde, dass die Frage, ob der Name im Frühmittelalter spöttisch gemeint war, gegenstandslos wird. Theoretisch wäre nämlich möglich, dass der Name eines Stammes oder Nation in der polni- schen und tschechischen Sprache ursprünglich anders lautete und sich erst im Laufe der Zeit veränderte. Somit wäre auch möglich, dass der ursprüngliche Name nicht negativ beladen war, und diese Wandlung zum Negativen erst später geschah. Anders gesagt, es besteht die Möglichkeit, dass Polen und Böhmen tatsächlich den Namen Niemcy ironisch verwendeten, aber erst ab einem späteren Zeitpunkt und nicht vom Frühmittelalter an. Bei der Analyse der einzelnen Eigennamen von Völkern und Staaten, die in den Quellen vorkamen, werden wir auch die Umstände berücksichtigen, unter welchen der Autor der Quelle die Namen benutzte, um festzustellen ob sie einen Einfluss auf den Namensklang in der Bezeichnung jener Völker hätten ausüben können oder sogar sollen. Dieses Thema, mit dem wir uns hier befassen, wurde bisher von den For- schern nicht als ein selbständiges Gebiet behandelt. Die Historiker haben anscheinend die Feststellungen der Sprachwissenschaftler als zuverlässig an- genommen, weil wenn man behinderte, auch sprachbehinderte, Menschen unfreundlich oder sogar beleidigend behandelte, dann hätte solche Haltung auch gegenüber den Vertretern einer Nation angewendet werden können, die man nicht verstand. Der Name Stumm, auf polnisch Niemy, hätte dann den Ursprung des Namens Niemcy bilden können. Bei der Charakterisierung der Quellen zu dieser Arbeit wollen wir auf folgende Themen hinweisen: Für die Analyse der Namen deutscher Stammes- bündnisse, also derjenigen Namen, die die Mitglieder dieser Gesellschaften für sich selbst verwendeten, benutzen wir die narrativen Quellen, und zwar diejenigen, die im deutschen ethnischen Kreis im Frühmittelalter aufgezeich- net wurden. Dies war der Zeitpunkt, zu dem die polnischen, böhmischen sowie die mährischen Stämme den deutschen Stämmen begegneten. Unsere Überlegungen zum Namen des deutschen Staates dagegen, den die Slawen kennenlernten, als der Staat im Entstehen begriffen war, stützen wir sowohl auf die narrativen als auch auf die offiziellen diplomatischen Quellen, die in der deutschen Kanzlei des Herrschers entstanden waren. Wenn wir die Namen analysieren, mit denen die Polen und die Böhmen ihre nichtgermanischen Nachbarn bezeichneten, verwenden wir ausschließ- • 16 • lich polnische und böhmische narrative Quellen. Dabei handelt es sowohl um Aufzeichnungen der polnischen Chronisten und Annalisten als auch solche von Fremden. Gelegentlich wurden sie sogar außerhalb der Grenzen jener Staaten niedergeschrieben, trotzdem war der Einfluss der polnischen oder böhmischen politischen Eliten auf den Inhalt dieser Niederschriften derart groß, dass die dort aufgezeichnete Namensgebung demjenigen ent- sprach, die Polen oder Böhmen zur Bezeichnung der Nachbarn benutzten. Wenn wir jedoch von dem Namen des deutschen Staates oder der deutschen Stammesbündnissen in polnischen Quellen sprechen, sind die Chroniken von Gallus Anonymus33 sowie Wincenty (Vinzenz) Kadłubek34 der Aus- gangspunkt für unsere Überlegungen. Erst danach betrachten wir Quellen, die in späteren Jahrhunderten bis zur Zeit von Jan Długosz (Johannes Dlu- gossius)35 niedergeschrieben wurden, um eventuelle Änderungen des Na- mens Niemcy im Laufe der Zeit zu finden. Das Werk von Długosz ist zwar zu einem Zeitpunkt entstanden, der über den chronologischen Rahmen dieser Arbeit hinausgeht, dieser Schritt erlaubt uns jedoch festzustellen, ob unsere Folgerungen korrekt sind. 33 Gall Anonim, Kronika Polska, edidit A. Bielowski, MPH, weiter SN, Bd. 1. Warszawa 1960. 34 Magistri Vincentii Chronica Polonorum, hrg. von A. Bielowski, Monumenta Poloniae Historica, SN, Bd. 2, Warszawa 1961 35 Ioannis Dlugossi Annales seu Cronicae incliti Regni Poloniae, Bd. 5. Varsaviae 1978. • 17 • Personenregister A Abłamowicz, Dominik 12, 70 Adalbert, der heilige, Bischof 26-29, 42 Álmos, ungarischer Stammesführer 23, 32, 47 Anonymus P. ungarischer Chronist 31 Árpád, ungarischer Stammesführer 23, 32, 47 B Barciak, Antoni 25, 42 Bartoňková, Dagmar 122, 124 Bartoš, František Michálek 9 Batowski, Aleksander 25 Bednarczuk, Leszek 13 Beneš, Eduard 9 Besson, Marius 80 Beyersdorf, Oskar, Leonard, 38 Bielowski, August 17, 25, 27, 29, 37, 38, 100, 115-118 Biskup, Marian 25 Bismarck von, O., deutscher Kanzler 10 Bláhová, Marie 42 Boba, Imre 24, 121 Boček, Antonín 67 Pasek, Boguchwał 117, 126, 132 Bolek, Anna 10 Boleslaw, Fürst von Böhmen 26 Bolesław der Tapfere 26-30, 35, 36, 100, 117 Bolesław Schiefmund 30, 35, 37, 38, 55, 113, 115, 118 Borek, Henryk 12, 13, 22 • 146 • Boryś, Wiesław 10 Bořivoj, böhmischer Herrscher 42 Böhmer, Johann Friedrich 96 Braunfels, Wolfgang 76, 81, 121 Brückner, Aleksander 31 Brun von Querfurt, der heilige, Bischof 26-28, 30, 32, 35 Břetislav, Herzog von Böhmen 119 Buko, Andrzej 50 Bulin, Hynek 9 C Cetwiński, Marek 37 Canaparius, Johannes 27-29, 37 Chaloupecký, Václav 73 Charvát, Petr 42 Chlebowczyk, Józef. 11 Chlothar, König der Franken 74 Chłopocka, Helena 25, 26 Christian oder Strachkvas 42 Tacitus, Cornelius 14, 67, 88 Chwalbińska, Jadwiga 25 Csendes, Peter 76 Čechura, Jaroslav 9 D Dagobert, König der Franken 72, 74, 77, 78, 81, 88, 95 Dannebauer, Heinrich 80, 121 Dąbrowska, Elżbieta 24, 31, 47, 60 Dąbrowski, Krzysztof 24, 31, 35, 52 Deér, Josef 76 Derwich, Marek 12 Diaconu, Petre 24, 31, 35 Dienes, Istvan 53 Dubrawka, Mieszkos I. Ehefrau 100, 102 Dümmler, Ernst 96 Egilolf, Erzieher Ludwigs des Deutschen 96 E Eggers, Martin 121 Einhard, Biograf Karls des Großen 76, 79 Emler, Josef 42, 119, 120 Enneccerus, Magda 87 Erchanbert, Chronist 89 F Fejér, György 97 Feldman, Józef 11 Fiala, Zdenĕk 9 Fredegar, Chronist 69, 71, 72, 74, 77-81, 88 Fros, Henryk 25 Fuhrmann, Horst 98 Furmanek, Mirosław 12, 70 Fülöp, Gyula 76 G Cäsar, Gaius Julius 118 Gallus Anonymus, Chronist 17, 29, 30, 33, 34, 37, 38, 108, 111-115, 117,120 Gąsowski, Jerzy 55 Gerward, Bibliothekar Ludwigs des Frommen, Chronist 86, 87 Gierlach, Bogusław 26 Gieysztor, Aleksander 29 Gniewomir 113, 114 Goffart, Walter 72 Göckenjan, Hansgerd 34 Grodecki, Roman 112 Grudziński, Tadeusz 30 Grünwald, Rudolf 77 Grzesik, Ryszard 32, 33 Györffy, György 22, 32-34, 52 H Haase, Friedrich 14, 67 Hadrian II., Papst 123 Haller, Johannes 80, 121 Havlík, Lubomír Emil 54, 121, 122, 124 Hehl, Ernst-Dieter 98 Hellmann, Manfred 121 Heinrich I., König 98 Heinrich II., Kaiser 27, 30, 33, 35 Heinrich III., Kaiser 120 Heinrich V., Kaiser 113, 118 Herrmann, Erwin 8 Hermann von Reichenau 89 Hinkmar, Erzbischof 87 Holub, Josef 9 Holtzmann, Robert 98 Hóman, Bálint 22, 53 Huňáček Václav 7 J Jakubovich, Emil 31 Janczak, Julian 12 Długosz, Jan, Chronist 17, 33, 108 Jedlicki, Marian Zygmunt 99 Jemielity, Witold 33 Jenkins, Romilly James Heald 50 Judith, Ehefrau Břetislavs von Böhmen 119 Julia, Gaius Julius Cäsars Schwester 118 Jungnitz, Josef 29 K Kadłubek, Wincenty, Chronist 17, 37, 109, 115, 118, 120, 126 • 147 • Kamiński, Aleksander 31 Karl der Große 70, 71, 75, 76, 78-83, 87, 89, 90, 95-97, 119, 121, 124, 127, 131, 133 Karl der Kahle 87 Karl, Sohn Karls des Großen 82 Karłowicz Jan 9 Karwasińska, Jadwiga 25 Kasimir der Erneuerer, Sohn Mieszkos II. 112, 115 Klarnerówna, Zofia 10 Kocel, slawischer Fürst 123 Kokowski, Andrzej 69 Kolař, Jozef 41 Koller, Heinrich 76 Konrad I. 97, 98 Konrad II. 112 Constantinus Porphyrogenitus, byzanti- nischer Kaiser 50-53, 56-58 Konstantin, Slawenapostel 122 Kopaliński, Władysław 8 Koperski, Andrzej 48 Korbut, Gabriel 9 Koroljuk, Wladimir Dorofjejewitsch 55 Kosmas, böhmischer Chronist 42, 43, 108, 119, 120 Kowalenko, Władysław 10 Kristó, Gyula 52 Kropáček, Luboš 7 Krusch, Bruno 69, 74 Kryński, Adam 9 Krzemieńska, Barbara 42 Kucharski, Eugeniusz 53 Kuczyński, Stefan Maria 24, 53, 55 Kürbis, Brygida 25, 26 Kurze, Friedrich 32, 76, 89 L Labuda, Gerard 10, 25, 36, 39, 49, 51,59, 73, 110, 115 Lášek, Jan Blahoslav 34 Leciejewicz, Lech 34, 39, 119 Lehr-Spławiński, Tadeusz 10, 49, 55, 56, 68, 122 Leszko III., Vorfahr Bolesławs I. 118 Lewaszkiewicz, Tadeusz 36 Lewicki, Marian 53 Lewicki, Tadeusz 53 Linde, Samuel Bogumił (Gottlieb) 9 Lothar I., Kaiser 87 Lothar II., Herzog 87 Ludat Herbert 100 Ludmilla, die Heilige 41 Ludvikovský, Jaroslav 122, 124 Ludwig der Deutsche 76,82-87, 89, 96- 98, 127, 131 Ludwig der Fromme 78-80, 86-89, 95- 97, 131 Lutterer, Ivan 7 Lyer, Stanislav 11 Ł Ładogórski, Tadeusz 12, 22 Łowmiański, Henryk 47, 49, 52-55, 7 M Macartney, Carlile Aylmer 53 Maciejowski, Wacław Aleksander 38 Markgraf, Hermann 11 Marsina, Richard 96 Masařík, Zdeněk 122, 124 Maschke, Erich 25 Mayer, Theodor 73 Mĕřínský, Zdenĕk 40 Method, Slawenapostel 123, 125, 126 Michael, byzantinischer Kaiser 124 Michnik, Michnik 12, 70 Mieszko I., Fürst von Polen 34, 36, 100- 102 Mieszko II. König von Polen 115 • 148 • Mikkola, Jooseppi Julius 10 Milewski, Tadeusz 31 Miodek, Jan 9, 14, 67 Mojmir, Fürst von Mähren 121 Moravcsik, Gyula 50 Moszyński, Leszek 122 Mrozowicz, Wojciech 12 Mühlbacher, Engelbert 96 Myśliński, Kazimierz 56, 57 N Nagrodzka-Majchrzyk, Teresa 24, 31, 35, 52 Niederle, Lubor 54 Niedźwiedzki, Władysław 9 Nithard, Chronist 80 O Oefele, Freiherr von, Edmund 75 Otrębski, Jan 30 Ottokar II. Přemysl, König von Böhmen 120 Otto I. der Große 98-100 Otto III., Kaiser 29 Ożóg, Krzysztof 99 Piskorski, Jan Maria 100 Plezia, Marian 33, 112 Polek, Krzysztof 121 Poleski, Jacek 24 Potkański, Karol 57, 60 Prudentius von Troyes 84 R Radulf, ein Herrscher 78 Radim Gaudentius, Bruder des heiligen Adalbert 28 Rajman, Jerzy 60 Rau, Reinhold 79 Regino von Prüm, Geschichts- schreiber 89 Reindel, Kurt 81 Reychman, Jan 48 Řezanína, Dušan 27 Rastislav, Fürst von Mähren 122, 124 Rudnicki, Mikołaj 50, 56 Rudolf von Habsburg, deutscher König 120 Rusek, Jerzy 10 Richeza, Königin von Polen 115 Rysiewska, Teresa 50 Rysiewski, Henryk 50 P Pais, Dezső 31, 33 Palacký, František 41 Panic, Idzi 11, 12, 24, 29, 31, 32, 37, 40, 50, 52, 70, 121, 124 Parczewski, Michał 48, 57 Pasek, Godysław, Chronist 117, 126, 132 Pippin, König 69 Persowski, Franciszek 49, 55-57 Pertz, Georg Heinrich 76-78, 80, 82, 86, 89 Pinočkinas, Arnoldas 48 S Sadílek, Josef 39 Samo, slawischer Fürst 73 Schmidt, Ludwig 68 Schramm, Gottfried 36 Schulte, Josef Wilhelm 11 Schur, Johannes 98 Schwarz, Ernst 66, 68 Senga, Toru 53, 123 Sielicki, Franciszek 125 Simson de, Bernhard 88 Sláma, Jiří 42 • 149 • W Wachowski, Krzysztof 24 Wagner, Hans 96 Waitz, Georg 32, 76, 84 Wasilewski, Tadeusz 49-56 Weiland, Ludwig 98 Wenzel, der Heilige 41, 42 Węclewski, Zygmunt 118 Widajewicz, Józef 33, 35, 49, 57, 79 Wiegand, Berthold 11 Władysław Herman, Herzog von Polen 113 Wladimir, Kiewer Fürst 125 Wojciechowski, Zygmunt 49, 55, 100 Z Zajączkowski, Stanisław 49, 50, 54, 56 Zbigniew, Herzog von Polen, Bruder Bolesław Schiefmunds 37, 113, 115 Zeki Validi Togan, Ahmet 52 Ž Žemlička, Josef 42 Ż Żerelik, Rościsław 12 Jungnitz, Josef Fußnote 29 Lyer, Stanislav Fußnote 11 Sławski, Franciszek 10, 14 Spal, Jaromír 50, 56 Sperka, Jerzy 32, 37 Spież, Jan Andrzej 26 Spindler, Max 81 Spychała, Lesław 31, 32 Stieber, Zdzisław 10 Strachkvas oder Christian 42 Strzelczyk, Jerzy 24, 26, 28, 29, 36, 71, 82, 100, 101 Sventopluk, großmährischer Fürst/Kö- nig 40, 59, 60, 124 Szafarzik Paweł Józef oder Šafárik, Pavel Jozef oder Pavel Josef Šafařík 36 Szczur, Stanisław 59 Székely, György 60 Szlachtowski, Jan 33 Szymański, Wojciech 24, 31, 47 T Tatíček, Václav 42 Thietmar, Bischof von Merseburg, Chronist 91, 99, 100-102 Tomek, Václav Vladivoj 119 Tóth, Sándor László 35, 53 Třeštík, Dušan 39, 41 Tryjarski, Edward 31, 35, 52 Tymieniecki, Kazimierz 8, 29, 50, 56 Tyszkiewicz, Jan 57 Tyszkiewicz, Lech Antoni 39, 40, 51, 68, 74 V Vajay de, Szabolcs 40, 53 Vanĕček, Václav 54 Vašica, Josef 32, 59, 122 Večerka, Radoslav 122, 124 • 150 • West Slavic name of Niemcy in the early medieval times In the Czech and Polish literature of the subject, particularly the linguis- tic one, for a long time there has been a belief that the name Niemcy appeared among the West Slavs in the early Middle Ages (in a closely undetermined time). The name was used to describe the Germanic tribes that had been neighbouring Slavs since the very earliest moments of the migra- tion of people. As it is widely accepted, the West Slavs coined the name for their Germanic neighbours as their language seemed incomprehensible and indistinct – to quote our southern neighbours: “byli to lidi pro Slovany jakoby nĕmi”, which translates mute (nĕmi) for the Slavs. Therefore, the country, zemĕ Nĕmců, inhabited by incomprehensibly speaking people, mute peo- ple, simply had to be called Niemcy. Taking into consideration the fact that the West Slavs – the progenitors of the Czechs and the Poles, the Polabi- ans, and the South-West Slavs were the first to meet Germanic people, it was in this tribal and geographic area where the name Niemcy, describing the Ger- manic neighbours of the Slavs, was to be created. Consequently, a name for the country inhabited by the Germanic tribes was coined – Niemcy. The name of the tribes and later the country they lived in was adopted by other Slavic tribes and nations in the centuries to come. • 151 • According to this interpretation, both terms: Niemcy (the name of the country) and Niemiec (the name of an individual living in this country) had a rather pejorative and contemptuous tinge. In other words, the Slavs were supposed to call their Germanic neighbours in a scornful and disrespectful way since the very beginning. This sort of interpretation seemed to be fully justified since as early as in the 15th century a proverb appeared in Poland: “to sit like at a German sermon”. This proverb, however, was linked to a specific situation connected with the Polonization of cities in Poland (to a large extent inhabited by Ger- mans at that time) during the reign of the first Jagiellonians. This phenom- enon, well-described in the literature of the subject, was closely related to an inflow of Polish peasants to cities to join poor burgesses. This caused cities (and villages in some regions) to lose most of their German demographic and linguistic nature. Those people, along with participating in religious services performed in Latin, singing religious songs in Polish, had to listen to sermons preached in German – niemiecki – a generally incomprehensible language for them – niemy – mute. A similar phenomenon occurred a little bit earlier in Bohemia where it was not, however, limited to creating proverbs but led to sometimes violent disturbances against German bourgeoisie, being one of the watchwords ac- companying the Hus movement. The above mentioned linguistic experiences of the populations of Poland and Bohemia seemed to strongly justify the conviction that the name of the country inhabited by Germans comes from a scornful expression to describe their language, the language of mute people. This opinion was definitively formed by Slavic linguists as early as in the 19th century. It can be found virtually in every etymological dictionary pub- lished both at the beginning of the previous century and the ones that ap- peared recently in Poland and in the Czech Republic – the countries whose inhabitants (along with the Polabians and the Pannonians) met Germans sooner than the inhabitants of the early-medieval Poland. In the light of the above the interpretation of the name Niemcy was widely accepted by histo- rians, which is signified by the explanation given in the Dictionary of Slav- ic Antiquities, undoubtedly one of the best studies of this type in Europe. It should also be added that an analogical interpretation of the name Niemcy (Germany) and Niemiec (a German) can be met in other Slavic countries. • 152 • The above thesis seems to be acceptable without reservations as undoubt- edly, in former days, all around the world, anybody with any visible disabil- ity was generally treated disrespectfully, often with irony or even contempt. Similarly, mute people were treated in the same way, along with anybody suffering from various speech disorders. “Stutterer” would be usually the least irritating term used to describe such a person. Such treatment was obviously common in Poland and neighbouring Bohemia as well. Also, linguistic ob- servations in terms of language used toward physically handicapped people (a term “cripple” referring to a lame person can be a perfect example) in an- cient (and not only) societies do not raise doubts. The opinion about the genesis of the name Niemcy could have been in- fluenced by, apart from current political reasons, the knowledge of Polish- German and Czech-German political relationships during the reign of the first Piasts and Přemyslids. Various forms of competition between them oc- cupied an important place and were most often described in Polish and Czech historiography of the 19th and the 20th century. All that, in a way, legitimized the opinion of a negative genesis of the term Niemcy in West-Slavic languages. When conducting research on the settlement in the Opole Duchy in the early medieval times several years ago we were surprised to note that cre- ating new names had not been an accidental process neither in terms of creat- ing local names – by the inhabitants of certain points or settlement complex- es, nor in terms of creating names for the inhabitants of certain settlements – by their neighbours. We also noted that a process of coining a name for an individual place had started along with its creation and settlement. We ob- served as well that local names used by the inhabitants of an individual settle- ment had been adopted by people from other settlements and later by others. And finally we noted that there indeed had been cases of names being coined by neighbours rather than inhabitants, for example: Peter’s Mill. Nevertheless, a proper name of a specific person living in the settlement was always used and not the other way round. An analysis of local nomenclature we did during our research on settle- ment in the former Opole Duchy in the medieval times drew our attention to the fact that proper names carrying negative connotations were coined in a situation where there were objective factors justifying the above, for exam- ple: unfavourable conditions of the natural environment where a settlement was to be established and inhabited. The most typical examples would be: • 153 • Nędza (Penury), Bieda (Poverty), Piasek (Sand), and so on and so forth [Rob- ert – please give both Polish names and their German equivalents]. What is even more crucial is the fact that such names were coined by the settlers and inhabitants of such places and not by their neighbours. We have never, however, encountered a case where a process of coining a local name of this type by neighbours would present a pejorative or contemptuous image of the original settlers. Also, we have observed that every coining process took part during the time of forming a given settlement and that the neighbours adopted the name given to a village by its inhabitants automatically. Moreover, the adop- tion happened as soon as the first contacts with the inhabitants took place. Never, however, have we encountered a situation where neighbours would be giving a name to a settlement. Neither have we ever found a case where two separate names would be given to the same settlement by its inhabitants and by the neighbours. Taking all these observations on forming proper names into account it should be expected that it was the inhabitants of Niemcy (Germany) who created this state that coined the name, later adopted by the West Slavs, and which after having been translated into their West Slavic languages has been functioning to date. This theoretic deliberation is utterly wrong as the words: Niemiec, Niem- cy or niemiecki are not a loan translation introduced from German and used by the Slavs. It is not at all adequate to the name used by the inhabitants of the country located between the Oder and the Rhine to describe themselves. This means that the name is of Slavic and not Germanic origins. Therefore, the earlier explanation of the genesis of the words Niemiec, Niemcy or nie- miecki, according to which, let us remind again, the name is derived from the incoherent and inarticulate (and incomprehensible for an average Slav) German speech and difficulties in understanding it by the West Slavs seems quite convincing. It has to be said that if we accepted the theory of the inarticulate Ger- man language as a factor having a major influence on coining the names of our western neighbours, we should expect that the West Slavs would call their other neighbours using incomprehensible and inarticulate for them languages in an equally negative way, i.e.: the Hungarians, the Prussians, the Yatvingians or, to mention more distant neighbours: the Pechenegs. Let us remind that the above mentioned peoples do not belong to the Indo- • 154 • European language family therefore their languages were undoubtedly far more alien than German. To be a bit perverse we could say that in terms of a language in the early middle ages most of the neighbours of Poland and Bohemia were “niemcy”. All the earlier mentioned doubts and conclusions concerning adaptation of local names in the early middle ages reached while conducting research on the settlement of that time made us ponder over the problem and try to explain the real genesis of the name Niemcy (Niemiec, niemiecki) in the lan- guages of the inhabitants of Poland and Bohemia in the early middle ages. First of all, in order to settle this problem we have undertaken an attempt to clarify the way both the Poles and the Czechs called those of their neighbours whose origins were non-German. Secondly, we have looked into the way the Germans called themselves in the early Middle Ages and checked if it had in any way been reflected in Polish or Czech. The results of the research allowed us to form an opinion concerning the real genesis of the name of the western neighbour of Poland and Bohemia: whether it had any negative connotations and if such an interpretation was a mere result of the 19th century nationalism arising in Europe – the interpretation so common that accepted unquestion- ingly also nowadays. The first important observation has been brought by an analysis of the non-Germanic neighbours of Poland and Bohemia found in the oldest Pol- ish and Czech chronicles. These neighbours can be divided into two groups. The first one comprises of non-Slavic nations. The societies neighbouring the inhabitants of Poland-to-be and (just like the Germans) using a language in- comprehensible for the Slavs belonged to this group: the Prussians, the Lithu- anians and the Yatvingians. The other group consisted of the nations from the outside of the Indo-European language circle, i.e.: the Hungarians, the Székelys travelling with them, and the Pechenegs. These peoples as well were linguistically more alien to the Slavs than their German neighbours. The analysis of the names of those nations in Polish and Czech leaves no doubts – neither the Poles nor the Czechs have ever coined names to describe them. Both nations borrowed the names that were used by the members of the states themselves. Even the fact that at that time the Poles and the Czechs did not have very good political relationships with some of the na- tions (e.g.: the Poles and the Prussians; the Czechs and the Hungarians) did not contradict this tendency. Despite all this, we are unable to find any words describing those nations that would be offensive or that would have a pejora- • 155 • tive meaning or would refer to the languages those peoples spoke and which were absolutely incomprehensible for the Slavs. Equally important conclusions can be drawn from a comparative analy- sis of the name Polska (Poland) in Hungarian. It is clear that the name was coined from the name of a tribe (or a group of tribes) known from Constantin Porfirogent’s records as the Lechitae. It was the most significant state in the Polish-Hungarian neighbourhood in terms of both its territory and the num- ber of the inhabitants and was possibly the dominant one within the group of the tribes of this region. It makes us think that the Lechitae dominated politically in this region, plausibly taking over the primacy from the Vistu- lans mentioned by The Life of Saint Methodius, the nation already gone by the time of their arrival. The role of other, lesser tribes was so insignificant that we cannot find any traces of their presence in Hungarian. In the following decades the Hungarians gave the name [Lengyel] to the whole political-geographical territory to the north of the Carpathi- ans, also after its annexation by a young state of Polans. This suggests a huge ethnic similarity between the Polans and the Lechitae as the Hungarians did not coin a new name. Also, it proves the permanence of the name of the state. Similarly to the inhabitants of the early medieval Poland and Bohemia, the Hungarians too used a tribal name of their neighbours. In other words: they incorporated the name used by them to their own language – Hungar- ian. They did not call their Polish, speaking a strange and incomprehensible language, neighbours any offensive terms, like: niemi (mute). It has to be added that the Hungarians adopted the name Czechs – Cseh in a similar way. It should not be forgotten that the name Polska is derived from Lechitae in Ukrainian as well and that in their genesis they refer to the Grand Duchy of Kiev, a Lechitae’s neighbour at that time. A thesis that both the Poles and the Czechs, and also the Hungarians did not create their own names for their neighbours but used the already existing ones makes us think that this was the binding rule. All the above mentioned conclusions now allow us to analyse the name Niemcy. As it is widely known, in the middle ages, just like nowadays, the territory of Germany was divided into several smaller regions that have their origins in the times before Germany. Each of those regions had their own name originating from the name of the most important tribe inhabiting a given territory. At this moment the most significant observation would be that in both Polish and Czech each of those tribes was known under the same • 156 • (the only) name, the name coined by the tribes themselves. And so the Ba- varians were known as Bawarowie in Poland and Bohemia, and their country was called Bawaria. The Saxons were known as Sasi and their country – Sak- sonia. The Thuringii were known as Turyngowie and their country – Turyngia. And so on and so forth. Nowhere and never, referring to a specific tribe or its representatives, have Polish or Czech sources used (or even attempted to use) a term connected in any way with difficulties in understanding the languages [[Robert – I’m not sure – shouldn’t it be dialects???]], either Bavarian or Saxon or any other. Never do we encounter any irony concerning the languages in either Polish or Czech sources as well. Meanwhile, those dialects were used by representatives of the same nation, which as a whole, in the opinion of the 19th century (and without much afterthought our contemporary) linguists and historians, was called Niemcy as a result of their incomprehensible and inar- ticulate – niemy (mute) language. The above conclusions led us to ponder the name of the German state and Germany as a whole. Let us draw the attention to the moment of the first meeting of the Slavs with the Germanic tribes inhabiting the German terri- tory – a German state did not exist yet. Those tribes (or tribal confederations) had their own names, the names that, as we already know, were adopted by the Slavs – Czech protoplasts, and later by the Poles (let us skip the Polabians at this point) without any reservations. After the demise of the Carolingian Empire a new powerful state uniting all known for the Slavs Germanic tribes came into being. Since that moment it was not Bavarians or Saxons who were the Slavs’ neighbours but a new po- tent state. And so a necessity arose to call this new entity somehow. And here is where we find the solution to this interesting puzzle. Let us remind that the neighbours of a given country derived the name of it from the name the inhabitants of this very country used to talk about themselves. In other words they adopted this name at the moment of the first encounter adjusting it in terms of their own phonetics. This is the way the Poles, the Czechs, the Hungarians, the Ukrainians and other nations we have not mentioned in our study, called their neighbours. However, as far as the new powerful German neighbours are concerned, they did not have any name actually. Its rulers called themselves emperors (or kings) of the East Franks but it was obvious to both Germanic inhabitants of the state and to their Slav neighbours that the title was not identical to the real name of the country. It was apparent that they were neither Franks the inhabit- • 157 • ants of Francia nor Franks the inhabitants of German Franconia. This is why, among other things, Saxons did not call themselves West Franks but still Sax- ons. Those rulers did not refer to the most important tribe or a confederation of tribes which would form the state or be its basic and most crucial factor. So, a new powerful country was created and it was simply yet to be named. The Slavs had to call their Germanic neighbours somehow when estab- lishing and maintaining relations with them (for various reasons, concern- ing both peace and war times). It was hard to call them, according to the wishes of their rulers, East Franks as the Slav neighbours of the country ruled by Imperatorum Regni Francorum Orientalium knew perfectly well that the Franks living next to them were not the most important of the Germanic tribes. And it was then when the name Niemcy first appeared as we are in- formed by various sources. The Slav term Niemcy referred to the fact of not having a real name for the country, the name the inhabitants of the country itself would use in political relations, even if maintaining their territorial proper names. Therefore, if the inhabitants of individual tribal-territorial units forming the state, who all spoke almost the same language, really incomprehensible, or mute – niemy, for the Slavs, were still called the names they used to de- scribe themselves with no contemptuous or pejorative additions, it has to be said that the thesis stating that the name of the country as a whole (including its inhabitants) was to refer to their incomprehensible and allegedly inarticu- late language must be wrong. The example of the name Lengyel (used by the Hungarians to refer to Po- land and the Poles) shows how durable a name can be despite political chang- es when there was no ethnic redefining involved. It worked with Germany as well, in terms of the name Niemcy used by the Slavs as, through the ages, in spite of many political changes, there were none as far as its ethnicity is concerned, and which would lead to creation of a completely new state ruled by other peoples. Therefore, there was no need to change the name that had already been coined and widespread. The situation is quite analogical to the one concerning the name Lengyel in Hungarian to describe Poland: let us re- mind that this term was used to refer to the Lechitae who lived in the vast spaces of south-east Poland and who were first met by the Hungarians at the time of their arrival at the Danube and the river Cisa. This tribe was some 80 years later conquered by the Polans who spoke the same language as the Lechitae. As the name Lengyel had already been fully adopted in Hun- • 158 • garian, and the political changes brought no linguistic or ethnic changes, the term Lengyel is still used in Hungarian to describe the Poles and their country. The situation of the name Niemcy used by the West Slavs was quite similar. As there were no migrations, no new country was created and there was con- tinuity to it, the Slavs kept the term they had been using so far, while their German neighbours coined a new one, known to the present day: Deutschland. To sum up let us repeat again: the Slavic term Niemcy referred only to the fact that there was no real name for this country at the time of its creation in the mid- 9th century and it did not refer to difficulties with understanding German by the West Slavs, and first of all the Poles and the Czechs. Zachodniosłowiańska nazwa „Niemcy“ we wczesnym średniowieczu W czeskiej i polskiej literaturze przedmiotu, szczególnie językoznaw- czej, od dawna funkcjonuje opinia, według której nazwa Niemcy pojawiła się u Słowian zachodnich we wczesnym średniowieczu (w bliżej niesprecyzowanym czasie) na określenie plemion germańskich, które sąsiadowały ze Słowianami od schyłkowych czasów wielkiej wędrówki ludów. Nazwa ta, jak się od dawna powszechnie przyjmuje, została przez Słowian Zachodnich urobiona na oznaczenie germańskich sąsiadów dlatego, że po- sługiwali się oni językiem dla Słowian niezrozumiałym, niewyraźnym, czyli – jak powiadają nasi południowi sąsiedzi - „byli to lidi pro Slovany jakoby nĕmi“, czyli „dla Słowian niemi”. W takim więc razie również ich kraj, czyli „zemĕ Nĕmců” zamieszkały przez owych niezrozumiale mówiących mieszkańców, ludzi „niemych”, musiał zostać (i został) nazwany „Niemcami”. Zważywszy, że najwcześniej z ludnością germańską, owymi „Niemcami”, zetknęli się Sło- wianie zachodni, protoplaści późniejszych Czechów i Polaków, a także Sło- wianie połabscy oraz południowo - zachodni, w takim razie to właśnie w tym kręgu plemiennym oraz geograficznym miałaby powstać nazwa „Niemiec” na oznaczenie przedstawiciela ludności germańskiej, sąsiadów Słowian. • 161 • W ślad za tym miała również powstać nazwa kraju zamieszkiwanego przez plemiona germańskie, czyli Niemiec. Nazwa tych plemion, a następnie rów- nież kraju, który one zamieszkiwały, została w kolejnych stuleciach przejęta przez pozostałe narody i plemiona słowiańskie. Zarówno termin Niemcy (na oznaczenie nazwy państwa), jak i słowo Nie- miec (na oznaczenie przedstawiciela społeczności zamieszkującej to państwo) według powyższej interpretacji byłyby zatem pojęciami zarówno o zabarwie- niu pejoratywnym, jak i pogardliwym. Inaczej mówiąc Słowianie od samego początku mieli jakoby nazywać swoich germańskich sąsiadów w sposób po- gardliwy, lekceważący. Tego rodzaju interpretacja zdawała się być tym bardziej uzasadnioną, że już w XV wieku pojawiło się w Polsce przysłowie „siedzieć jak na nie- mieckim kazaniu”. Przysłowie to nawiązywało jednak do konkretnej sytu- acji, związanej z polszczeniem się miast w Polsce (zamieszkałych wówczas w dużym stopniu przez ludność niemiecką) za panowania pierwszych Jagiel- lonów, które to zjawisko, bardzo dobrze opisane w literaturze przedmiotu, wiązało się między innymi z napływem do miast polskiej ludności wiejskiej, zasilającej uboższe mieszczaństwo, co w dalszej perspektywie doprowadziło do zatracenia przez miasta (a w niektórych regionach również przez wio- ski) ich niemieckiego oblicza demograficznego (i językowego). Ludność ta, uczestnicząc w obrzędach religijnych odprawianych w języku łacińskim, śpiewając pieśni nabożne w języku polskim, musiała zarazem słuchać kazań głoszonych wówczas na ogół w niezrozumiałym dla niej języku niemieckim, a więc niemym. Podobne zjawisko wystąpiło nieco wcześniej w Czechach, gdzie jednak nie ograniczyło się do tworzenia przysłów, lecz przybrało ono charakter gwałtow- nych nieraz wystąpień przeciw niemieckim elitom mieszczańskim, stanowiąc jedno z haseł towarzyszących ruchowi husyckiemu. Wspomniane doświadczenia językowe słowiańskiej populacji Polski i Czech zdawały się tym bardziej uzasadniać owo przekonanie, że nazwa kraju zamieszkałego przez Niemców wywodzi się od pogardliwego określenia ich języka: mowy ludzi niemych. Opinia ta została ostatecznie sformułowana przez językoznawców sło- wiańskich jeszcze w XIX wieku. Można ją też znaleźć praktycznie we wszyst- kich słownikach etymologicznych, zarówno publikowanych w początkach minionego stulecia, jak i tych, które ukazały się już w najnowszych czasach zarówno w Polsce, jak i w Czechach, a więc w tym kraju, którego mieszkań- • 162 • cy (analogicznie jak Słowianie połabscy i panońscy) zetknęli się z Niemcami jeszcze wcześniej, aniżeli mieszkańcy wczesnośredniowiecznej Polski. W tym także rozumieniu powyższa interpretacja nazwy Niemcy została zaakcepto- wana przez historyków, o czym św
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Der Westslawische Name Niemcy für Deutsche und Deutschland im Schrifttum des Frühmittelalters
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